UniFritz – Das Magazin, Wintersemester 03/04

„Uni.schaft“ — Studierende der Universität Marburg gründen ein eigenes Magazin

Von Dagmar Klein

Ungewöhnlich! Studierende gründen auf eigene Initiative hin ein Magazin mit Anspruch; ohne professionelle Unterstützung oder einen zuständigen Fachbereich im Hintergrund. Das Magazin mit Namen „Uni.schaft“ soll Kreativität und Kommunikation unter Studis verschiedener Fachbereiche fördern, soll journalistische Weiterbildung und langfristig gesehen sogar Berufsperspektiven bieten. Das Lernen in der praktischen Arbeit zielt nicht nur auf technische Fertigkeiten, sondern ausdrücklich auf die so genannten „soft-skills: Teamfähigkeit, Überzeugungskraft, Zeitmanagement, Organisationstalent, Selbstdarstellung, Kritikfähigkeit.“ Hoch gesteckte Ziele, die zu erreichen für andere mit hohen Zeit- und Kostenaufwand in Gestalt von Schulungen verbunden sind.

Fächerübergreifend soll das Themenangebot sein, die einseitige Ausrichtung nur auf den eigenen Studiengang überwinden helfen. Dies gilt natürlich für uni-interne Themen, doch ebenso für Themen außerhalb des universitären Geschehens, sei es in der Welt, in der Politik oder im konkreten Marburger Umfeld. Dieses 3-Säulen-Modell ist griffig formuliert mit: uni.inside, uni.outside, uni.around. Klar, dass auch konkrete Hilfestellung zu Jobben und Wohnen in Marburg geleistet wird, aber auch horizonterweiternde Tipps wie Filmkritiken, Buchempfehlungen oder website-Hinweise dazu gehören.

Neben der Papierdruckausgabe lassen sich die Beiträge auch auf der eigenen homepage (www.unischaft.gmxhome.de) nachlesen. Dort gibt es auch eine Vorschlagsliste für künftige Themen, denn Mitarbeiter/innen werden immer gebraucht; ebenso wie konstruktive Kritik und weitere Vorschläge. Ein Magazin, das zweimal jährlich (zweimal im Semester, Uni.schaft-Hrsg.) erscheint, kann nicht die aktuellsten Neuigkeiten bieten, aber Entwicklungen kommentieren, Bewährtes vorstellen, vertiefende Einsichten ermöglichen. Mit Durchhaltevermögen und aktiver Mitarbeit sollte das möglich sein, bleibt der akademisch-traditionsreiche Wunsch: Ad multos annos!

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Frankfurter Rundschau vom 13.09.03

Neues Studentenmagazin soll Forum schaffen

MARBURG. Herausgeber Jan Opielka sagt: "Wir wollen über alles, was in den Instituten passiert, über politische Themen sowie Themen rund um die Universität berichten." Das 50 Seiten starke, professionell aufgezogene Heft, ist entstanden aus der Fachschaftszeitung der Politikwissenschaftler. Die beiden Herausgeber und die Autoren sind Studierende. Allerdings hat das Magazin wenig mit den üblichen Flugblättern an der Universität gemein. So wird eher sachlich über Hintergründe des Universitätsgeschehens, neue Professoren, Wahlen und Entwicklungen an der Hochschule berichtet.

Im ersten Heft gibt es einen Report über die Uni-Bibliothek sowie Artikel über das Sprachenzentrum, eine Juniorprofessorin, das UNO-Projekt, die Ausländervollversammlung und das Uni-Rudern. Dazu kommen Texte über den Wohnungsbau und die deutsch-polnischen Beziehungen am Beispiel der Partnerschaft mit Koscierzyna. Unter dem Titel "Uni.outside" sind Erkenntnisse zu politischen Themen zusammengefasst. Dabei geht es etwa um die Tradition völkischen Denkens in Deutschland, die Demokratische Republik Kongo, das Asylrecht und Bücher. Schließlich, so Opielka, soll die Zeitung ein Forum für die Studierenden sein. Und hinter einer fundierten und detaillierten Analyse müsse kein Autor mit Abschluss stehen.

Für die Anschubfinanzierung des etwa 1200 Euro teuren ersten Hefts hat der Allgemeine Studierendenausschuss der Philipps-Universität gesorgt, der 70 Prozent der Kosten übernahm. In Zukunft muss allerdings noch mehr Geld über Anzeigen und andere Sponsoren - bislang gab es eine kleine Unterstützung des Landkreises - erwirtschaftet werden. Auch die bislang bei 1200 Exemplaren liegende Auflage soll in Zukunft noch erhöht werden. Ausgelegt wird Uni.schaft in den Marburger Uni-Bibliotheken, beim AStA und im Studentenwerk. Zudem findet es sich im Internet unter www.unischaft.gmxhome.de.

Die nächste Ausgabe wird im November erscheinen. Unter anderem geht es dabei um studentischen Wohnungsbau, die Freiwillige Feuerwehr Marburg mit ihren überraschend zahlreichen Hochschülern, ausländische Studierende und den Nordirland-Konflikt. gec

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Gießener Anzeiger vom 07.09.03

Studenten der Marburger Uni geben Magazin heraus

Das Uni.schaft-Team(gec). Mit dem Magazin „Uni.schaft“ gibt es ab sofort ein Forum für Studenten der Marburger Philipps-Universität, das zweimal pro Semester erscheint. „Wir wollen über alles, was in den Instituten passiert, über politische Themen sowie Themen rund um die Universität berichten“, sagte Herausgeber Jan Opielka im Gespräch mit dem Anzeiger. Entstanden ist das 50Seiten starke, überraschend professionell aufgezogene Heft aus der Fachschaftszeitung der Politikwissenschaftler. Die beiden Herausgeber und die Autoren sind Studierende.

Allerdings hat das Magazin wenig mit den üblichen Flugblättern an der Universität gemein. So wird eher sachlich über Hintergründe des Universitätsgeschehens, neue Professoren, Wahlen und Entwicklungen an der Hochschule berichtet. Im ersten Heft gibt es einen Report über die Uni-Bibliothek sowie Artikel über das Sprachenzentrum, eine Juniorprofessorin, das Uno-Projekt, die Ausländervollversammlung und das Uni-Rudern.

Dazu kommen Texte über den Wohnungsbau und die deutsch-polnischen Beziehungen am Beispiel der Partnerschaft mit Koscierzyna. Unter dem Titel „Uni.outside“ sind Erkenntnisse zu politischen Themen zusammengefasst. Dabei geht es etwa um die Tradition völkischen Denkens in Deutschland, die Demokratische Republik Kongo, das Asylrecht und Bücher. Schließlich, so Opielka, soll die Zeitung ein Forum für die Studierenden sein. Und hinter einer fundierten, detaillierten Analyse müsse kein Autor mit Hochschulabschluss stehen.

Für die Anschubfinanzierung des etwa 1200 Euro kostenden ersten Hefts hat der Allgemeine Studierendenausschuss (Asta) der Philipps-Universität gesorgt, der 70 Prozent übernahm. In Zukunft muss allerdings noch mehr Geld über Anzeigen und andere Sponsoren – bislang gab es eine kleine Unterstützung des Landkreises – erwirtschaftet werden. Auch die bislang bei 1200 Exemplaren liegende Auflage soll in Zukunft noch erhöht werden.

Ausgelegt wird „Uni.schaft“ in den Marburger Uni-Bibliotheken, beim Asta und im Studentenwerk. Die nächste Ausgabe wird im November erscheinen. Unter anderem geht es dabei um studentischen Wohnungsbau, die freiwillige Feuerwehr Marburgs mit ihren überraschend zahlreichen Hochschülern, die Situation ausländischer Studierender und den Nordirland-Konflikt.

Direkt zum Artikel auf der Zeitungs-Homepage

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Zuletzt aktualisiert: 2005-12-04 19:38