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Juniorprofessur in Schwebe

Das Hin und Her um die von der Bundesregierung forcierte Juniorprofessur ist noch nicht vorbei. Nachdem im Juli diesen Jahres das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe die seit 2002 geltenden Regelungen für die Juniorprofessur gekippt hatte, will Bildungsministerin Buhlmann (SPD) mit einer Gesetzesänderung ihr Projekt retten. Ziel der Juniorprofessur ist es, jungen Akademikernachwuchs im Land zu behalten und attraktivere Posten zu ermöglichen, als es bisher mit dem langen Weg der universitären Laufbahn in Deutschland möglich ist, an deren Ende die Habilitation steht. Die Gesetzesänderung sieht vor, den Ländern mehr Freiheit in Bezug auf die Umsetzung der Juniorprofessur zu ermöglichen und geht damit auf den Einspruch der Verfassungsrichter ein. Ab Anfang 2005 soll das Gesetz wirksam werden. (eb)

www.spiegel.de

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Studiengebühren, die zweite

Gegen das Verbot von allgemeinen Studiengebühren wird seit dem 9. November in Karlsruhe vor dem Bundesverfassungsgericht verhandelt. Als Kläger treten einige Länder, darunter auch Hessen, gegen den Bund auf, der mit dem Verbot seine Kompetenz in Sachen Bildung überschritten haben soll. Das Ziel der Kläger, die Länderautonomie für Studiengebühren zu erreichen, könnte bei einem positiven Entschluss der Richter dazu führen, dass bereits in einigen Ländern ab 2006 allgemeine Gebühren zu entrichten wären. Vor allem die südlichen, konservativ regierten Länder Bayern, Baden-Württemberg, Saarland, Hessen und Sachsen drängen bereits seit Monaten auf die Einführung der Gebühren, die bisher durch das Bundesverbot nicht möglich waren. Pläne für Gebühren liegen mancherorts bereits in den Schubladen, Lösungen der Finanzierung, wie etwa ein Stipendiensystem, jedoch noch nicht. Anfang kommenden Jahres wird der Urteilsspruch erwartet. Gegen Studiengebühren protestierten in der Karlsruher Innenstadt am 9. November zwischen 4500 und5000 Studierende. (eb)

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Weniger Chemiker

Laut aktueller Daten der Gesellschaft Deutscher Chemiker ist ab dem Jahr 2005 mit weniger Chemikerlabsolventen zu rechnen. Für das Jahr 2005 erwartet man eine Absolventenzahl von rund 700. Im Jahr 2002 gab es noch 1500 Absolventen, sodass im Vergleich mit 1998 die Zahl um mehr als 800 zurückgegangen ist. Die prognostizierte Zahl von 700 liegt nur knapp über der durchschnittlichen Einstellungszahl der Chemie-Branche von etwa 600. (ko)

Quelle: www.laborpraxis.de

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Unterhaltszahlungen nicht unbedingt Pflicht

Nach einem Urteil des Oberlandesgerichts Hamm sind Eltern nur dann verpflichtet, ihren Kindern den gesetzlich vorgeschriebenen Unterhalt in der Ausbildung zu zahlen, wenn auf der anderen Seite die Kinder entsprechend bemüht auf den erfolgreichen Abschluss des Studiums hinarbeiten. Eine Studentin hatte Ihre Eltern verklagt, die ihr im neunten Semester des Sozialpädagogikstudiums die weiteren Unterhaltszahlungen versagten. Abgelehnt wurde die Klage, weil die Studentin weder Vordiplom, noch Leistungsnachweise vorlegen konnte, die weniger als drei Semester alt waren. Also aufgepasst! (eb)

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Zuletzt aktualisiert: 2004-11-26 14:28