Uni.Marburg im Blick

 

Vortragsreihe “Konflikte in Gegenweart und Zukunft”

Im Wintersemester 2005/2006 organisiert das Interdisziplinäre Seminar zu Ökologie und Zukunftssicherung (ISEM) eine Veranstalt-ungsreihe mit dem Titel „Konflikte in Gegenwart und Zukunft: Bedrohung von Mensch und Natur - Analysen und Alternativen“. Thematisiert werden ganz unterschiedliche Aspekte der Konflikt-entstehung und ihre Lösungsmöglichkeiten. So referiert am 5. Dezember 2005 Thomas Norgall (Uni Frankfurt) zum „Ausbau des Frankfurter Flughafens: Gebot der Vernunft oder Irrflug der Politik?“ Am 12. Dezember beschäftigt sich Bertram Verhaag (München) mit dem kontroversen Thema „Leben außer Kontrolle - von Genfood und Designerbabies“, wobei zusätzlich ein Film eingespielt wird. Am 9. Januar 2006 stellt Prof. Dr. Ingrid Kurz-Scherf (Uni Marburg) in ihrem Vortrag die Frage: „Haben Armut und Reichtum ein Geschlecht?“

Die Vortragsreihe findet mit regelmäßigen weiteren Veranstaltungen bis zum Ende des Wintersemesters statt, Ort ist der HS 116 im Hörsaalgebäude, Biegenstraße 14, jeweils 18:30h s.t. bis ca. 20h.

Weitere Infos unter:

Http://web.uni-marburg.de/isem/WS05_06/index.htm


Rauchfreiheit an der Uni ab nächstem Semester

Zu Beginn des Sommersemesters 2006 wird an der Philipps-Universität das Rauchen stark eingeschränkt. „Wir bekennen uns damit zum aktiven Gesundheitsschutz sowohl der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter als auch aller Studierenden in Marburg“, erklärt Kanzler Dr. Friedhelm Nonne die heute getroffenen Entscheidung des Präsidiums. Dabei gehe es ausdrücklich nicht darum, Raucherinnen und Raucher zu diskriminieren, sondern um den Schutz der nicht rauchenden Mitglieder der Universität.

Einen entsprechenden Antrag hatte der im August 2005 gegründete Arbeitskreis Gesundheit eingereicht, der die schnelle Entscheidung des Präsidiums begrüßt, das Rauchverbot in allen öffentlichen Räumen der Philipps-Universität einzuführen. Dies bedeute, so der AK, zum einen eine konsequente Ausdehnung der Rauchfreiheit von den Hörsälen und Seminarräumen, wo Rauchverbot schon seit vielen Jahren besteht, auf die Foyers, Flure, Treppenhäuser und Toiletten aller zur Universität gehörenden Gebäude. Zum anderen müsse das Nicht-Rauchen für die Büros der Mitarbeiter geklärt werden. Entsprechende Regelungen wird das Präsidium zusammen mit dem Personalrat in einer Dienstvereinbarung erarbeiten. Da nicht auf ein generelles Rauchverbot abgezielt sei, sondern auf den Schutz der Passivraucher, wird Rauchen weiterhin erlaubt sein, allerdings nur in ausgewiesenen Flächen. Der AK Gesundheit wird in den nächsten Wochen sein Konzept detaillieren, wie die „rauchfreie Universität“ zum Sommersemester 2006 erreicht werden könne. Das umfangreiche Programm spannt sich von Aktionstagen und Raucherberatung durch den Betriebsärztlichen Dienst über Plakate und Broschüren bis hin zur Ausweisung der Raucherzonen und deren Ausstattung mit Aschenbechern.


Senatabschluss zur strategischen Ausrichtung der Philipps-Universität

Der Senat der Philipps-Universität hat am 7. November das vom Präsidium vorgeschlagene Konzept zur Profilbildung ohne Gegenstimmen gebilligt. Das Konzept sei grundlegend für die anstehenden Verhandlungen mit dem Wissenschaftsministerium über die nächste Zielvereinbarung, in der wesentliche hochschulpolitische Ziele und Maßnahmen für die nächsten fünf Jahre (2006 bis 2010) festgelegt werden, so Vizepräsident Prof. Dr. Gerhard Heldmaier.

Das Konzept umfasst fünf interdisziplinäre Schwerpunkte ("Kompetenzcluster"), von denen zwei vorrangig den Geistes- und Sozialwissenschaften und drei primär den Naturwissenschaften angehören.

Der erste Schwerpunkt konzentriert sich unter der Bezeichnung „Kultur- und Umweltdynamik“ auf den Wandel kultureller Strukturen in einer vom Menschen zunehmend veränderten Umwelt (Interdependenz von Kultur und Umwelt einerseits und Traditionen, Normen und Wissen im gesellschaftlichen Wandel andererseits). Im zweiten Kompetenzcluster „Ordnungs- und Konfliktdynamik“ werden politische, rechtliche, ökonomische und kulturelle Ordnungen und die damit verbundenen Konfliktmuster erforscht.

Materialwissenschaftliche Fragestellungen werden in dem dritten Bereich „Struktur- und Funktionsmaterialien - vom Design zur Anwendung“ gebündelt, dazu gehören unter anderem Nanotechnologie und Optodynamik. „Molekulare und systemische Biowissenschaften“ stehen im Mittelpunkt des vierten Schwerpunkts, der sich mit Mikroorganismen, Infektionsbiologie, Zellbiologie und Tumorforschung beschäftigt. Die vielfältigen neurowissenschaftlichen Aktivitäten der Philipps-Universität sollen künftig unter der Bezeichnung „Experimentelle, klinische und kognitive Neurowissenschaften“ zusammengeführt werden. In diesen Feldern wird sich die Philipps-Universität, so der Beschluss, zukünftig verstärkt bemühen, eine führende Position in der Wissenschaftslandschaft einzunehmen.

Das Gesamtkonzept gibt es als PDF auf der Internetseite:
http://www.uni-marburg.de/aktuelles/news/20051107oo/20051107n


Telefonischer Infoservice ‘stud-i-fon’

Ab 1. Dezember 2005 gibt es für Studieninteressierte und Studierende der Marburger Uni ein Studientelefon unter der einprägsamen Nummer 28 22222. Der neue Service bietet unter anderem eine Hotline zu Bewerbungsfragen, Infos zum Semesterbeitrag, Rückmeldung, Terminen, Fachwechsel, Ortswechsel, Exmatrikulation etc. Zudem erhalten die Fragenden Infos zum internationalen Studium, Adressen und Sprechzeiten von Studienfachberatern und können an andere universitäre Beratungsstellen vermittelt werden.

Das Marburger Studientelefon arbeitet in der gesamten Kernarbeitszeit der Universitätsverwaltung, d.h. montags bis donnerstags von 8.30 bis 12.00 Uhr und von 13.30 bis 15.30 Uhr sowie freitags von 8.30 bis 12.00 Uhr. Außerhalb dieser Zeiten steht unter derselben Telefonnummer ein tastensteuerbares System automatisierter Ansagetexte zu häufig gestellten Fragen zur Verfügung. In diesem Service-Angebot des Dezernats für Studienangelegenheiten werden Dienstleistungen des Studierendensekretariats, der Allgemeinen Studienberatung (ZAS) und der international arbeitenden Bereiche zusammengefasst. Die Funktion des neu eingerichteten kleinen Call Centers besteht in der Erteilung erster einfacher Informationen und - bei komplexeren Fragen - im reibungslosen Verbinden oder gezielten Verweisen an die in der Universität zuständigen Stellen.

Die offenen Sprechstunden des Studierendensekretariats bleiben weiter bestehen (montags bis freitags von 9.00 bis 12.00 Uhr) ebenso die der Allgemeinen Studienberatung (ZAS) (montags und freitags von 9.30 bis 12.30 Uhr, mittwochs von 14.00 bis 17.00 Uhr). (Quelle: Pressestelle der Uni Marburg)


EU-Projekt zu Lese- und Rechtschreibschwäche

Der Marburger Kinder- und Jugendpsychiater HD Dr. Gerd Schulte-Körne koordiniert ein europaweites Forschungsprojekt zur Dyslexie. Fast 23 Millionen EU-Bürger leiden unter Dyslexie, der Lese-/Rechtschreibstörung. Viele Betroffene brechen vorzeitig die Schule ab, auch ihr beruflicher und sozialer Erfolg wird stark beeinflusst. Therapien sind häufig wenig effektiv, denn die Ursachen der Störung sind noch weitgehend unerforscht. Das europaweite Projekt „Neurodys - Dyslexia genes and neurobiological pathways“ will diesen Ursachen nun auf den Grund gehen. Das Projekt, in dem 15 internationale Partner zusammenarbeiten, wird im Rahmen des 6. Forschungsrahmenprogramms (FRP) der EU mit drei Millionen Euro unterstützt. Mit Kollegen aus Deutschland, den Niederlanden, der Schweiz, Ungarn, Frankreich, Schweden, Österreich, Finnland und Großbritannien wird Schulte-Körne molekulargenetische und neurobiologische Ursachen der Lese-/Rechtschreibschwäche ebenso wie den Einfluss von Umweltfaktoren auf die Entstehung der Störung untersuchen. Unter anderem ist dazu die weltweit größte Datenbank zu molekulargenetischen und neurobiologischen Einflussfaktoren geplant. Dyslexie entsteht durch das Zusammenwirken mehrerer Gene, Ziel des Projekts ist es darum, möglichst alle an der Erkrankung beteiligten Erbanlagen zu identifizieren und effektive Ansatzpunkte für therapeutische Interventionen zu finden.

Kontakt und Informationen: HD Dr. Gerd Schulte-Körne: Philipps-Universität Marburg, Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie, Hans-Sachs-Straße 6, 35039 Marburg, Tel.. (06421) 28 66467, E-Mail: schulte1@med.uni-marburg.de (Quelle: Pressestelle der Uni Marburg)

zum Seitenanfang


Zuletzt aktualisiert: 2005-12-04 19:26