Uni.news

Jeder zweite bleibt

Es ist eine Tatsache, dass ausländische Studierende, die in den USA promoviert haben, ihr zweites Zuhause dort finden. Dieser Trend wurde in der Zeitschrift Forschung & Lehre dargelegt. Demnach bleiben 71 Prozent der ausländischen Studierenden, die Natur- oder Ingenieurwissenschaften studiert haben, in Amerika. Die meisten kommen aus China und Indien und sie bleiben zu 90 Prozent dort. Mittlerweile bleiben ebenfalls die deutschen Nachwuchswissenschaftler in den USA, und zwar jeder zweite von ihnen.

ko

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Studiengang mit geringer Halbwertszeit

Der an der Universität Jena erst letztes Jahr eingerichtete Studiengang Molekularmedizin wurde zum SoSe diesen Jahres gestrichen. Das einsemestrige Zwischenspiel des Studienganges, der zunächst ein Hoffnungsschimmer für die Uni zu sein schien und von Studierenden freudig angenommen worden war, fand ein jähes Ende, als sich herausstellte, dass die Finanzierung des aufwendigen Forschungsbereiches nicht gesichert war. Hatte es zum Ende des Wintersemesters bloß Gerüchte gegeben, so war den Studierenden nach ihrer Rückmeldung klar, dass ihr Studiengang nicht mehr existierte. Fortan waren sie für Biochemie immatrikuliert.

Können die Studierenden das Einstellen des Faches aus haushaltstechnischen Gründen zumindest nachvollziehen, fehlt ihnen für die Vorgehensweise der Universitätsverwaltung jegliches Verständnis.

Eb

Quelle: Süddeutsche Zeitung Nr. 101 (Jg. 2004), S. 13

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Studentenproteste

Auch ein halbes Jahr nach der großen Welle bundesweiter Proteste gegen Studiengebühren und Kürzungen in den Hochschuletats sind die studentisch organisierten Aktionen nicht abgebrochen. Neben der plakativen Aktion sächsischer Studenten „Paaren statt Sparen“ haben nun bayrische Studenten nachgezogen. Bei der Internetauktionsplattform e-bay wurden die Hochschulen Augsburg, Bamberg, Eichstätt und Regensburg angeboten mit dem Ziel auf die Finanznot der Unis hinzuweisen. Aufgrund von Etatkürzungen, die bei zehn Prozent in den nächsten Jahren liegen sollen, sind die bayrischen Unis gezwungen gesamte Fachbereiche zu schließen.

Die Auktion wurde frühzeitig durch e-bay beendet. Immerhin der Preis für die Uni Bamberg lag bereits bei zehn Millionen.

Eb

www.spiegel.de/unispiegel/geld/0,1218,298339,00.html

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Uniströme

Immer mehr Abiturienten möchten sich weiter bilden. Noch in den 90er-Jahren konnte man einen leichten Rückgang beobachten, jetzt wollen 73 Prozent der Studienberechtigten Schulabgänger an einer Hochschule ihren Wissenserwerb fortsetzen. Dabei kann man Unterschiede zwischen Bundesländern sehen. Die höchsten Studienquoten aller Abiturienten sind in Bremen (82 %) und Bayern (80 %), hingegen stehen die Hochschulen in Niedersachsen und Thüringen (jeweils 68 Prozent) und Brandenburg (63 Prozent) am Ende der Liste.

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Mehr Werbung für Studentenjobs

„Die Anstellung von Studierenden ist sehr lukrativ, weil mit Ausnahme der Rentenversicherung keine Lohnnebenkosten gezahlt werden müssen“ wirbt DSW (Deutsches Studentenwerk)-Generalsekretär Achim Meyer. Eine schwierige Jobsituation gibt es für Studierende vor allem in den Grosstädten, wo vorwiegend die gewerblichen und kaufmännischen Arbeitsangebote deutlich zurückgegangen sind. Diese Tendenz auf dem Arbeitsmarkt ist dramatisch für fast zwei Drittel der Studenten, die neben dem Studium ihren Unterhalt verdienen müssen. Ko

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Auslaufmodell Arzt im Praktikum (AIP)

Laut Beschluss des Bundestages vom 6. Mai soll es das Pflichtpraktikum für Mediziner ab 1. Oktober 2004 nicht mehr geben. Das Gesetz hat zwar noch nicht den Bundesrat passiert, doch wird mit Zustimmung gerechnet. Die bisherige Praxis stellt für die angehenden Mediziner eine starke Belastung unter meist schlechten Arbeitsbedingungen dar. Ungerechte Bezahlung und lange Arbeitszeiten während einer 18 Monate dauernden Beschäftigung sorgen schon lange unter den AIPlern für Unmut, die nun ab Oktober direkt nach dem Studium ihre Weiterbildung zum Facharzt in Angriff nehmen können.

Das Gesetz stößt auf Zustimmung, vor allem bei Ärztevereinigungen wie dem Marburger Bund der Krankenhausärzte. Finanziert werden soll die Gesetzesänderung durch die Gesundheits-reform.

Eb

www.sueddeutsche.de/jobkarriere/berufstudium/artikel/424/31393/
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Zuletzt aktualisiert: 2004-06-01 14:47