Was schreib‘ ich bloß?

- Von Schreibblockaden und unendlicher Freiheit: Der Beruf des Schriftstellers -

Keine Ahnung, was man schreiben soll. Versumpfen inmitten von Entwürfen und tagelanges Verharren vorm PC. Klischee und Realität zugleich. Hobbyschreiber, hauptberufliche Autoren oder auch Freiberufliche – die Facetten des Berufes Schriftsteller sind mannigfaltig. Ebenso sind es die Themen, über die geschrieben werden kann: historische Romane, Omas Rezepte oder ein Ratgeber über die Pflege von Kletterpflanzen auf der heimischen Terrasse. In der Verlagslandschaft haben sich zahlreiche Nischen zu Spezialthemen gebildet.

Kreativität auf Knopfdruck

Schriftsteller sein, bedeutet das Sammeln von Inspirationen und Ideen. Diese Sammlung muss geordnet in Worte gefasst werden. Dazu benötigt man Zeit und Muße. Doch bekanntermaßen ist Zeit Geld. Wenn der finanzielle Druck steigt und die Kreativität ins Stocken gerät, gesellt sich zur Schreibblockade die Ebbe im Portemonnaie, dann ist derjenige gut dran, der einem Hauptverdienst nachgeht und das Schreiben „nur“ als Passion betreibt.
Plant man den Beruf des Autors zu ergreifen, ist es ratsam, sich mit ein paar Infos einzudecken. Ein wirklich nützlicher und dabei erschwinglicher Ratgeber ist das Buch „Vom Schreiben leben: Schriftsteller – Beruf, Chancen, Honorare, Erfolgreiches Veröffentlichen“, geschrieben von Manfred Plinke, erschienen im Autorenhaus Verlag.

Wissenswertes rund um das Autorensein

Die Kapitel sind erfreulich kurz und prägnant gehalten. Das erste Kapitel beleuchtet den Beruf des Schriftstellers und die Tätigkeit des Schreibens. Plinke unternimmt hier den Versuch, eine Definition des Begriffes Autor zu finden. Des Weiteren gibt es Zitate von Autoren, die Auskunft darüber geben, wie sie zum Schreiben kamen.
Stipendien, Künstlersozialkasse, Steuern, sind die Schlagworte, wenn’s ums liebe Geld geht. Damit befasst sich das zweite Kapitel. Im dritten schließlich dreht sich alles um das erfolgreiche Veröffentlichen, die Zusammenarbeit mit Verlagen und das Anbieten von Manuskripten. Im Anhang befindet sich ein kleines Schriftsteller – Lexikon, das den zukünftigen Schreiberling in die Fachsprache des Buchmarktes und Verlagswesens einführt.
Festzuhalten bleibt, dass der Autorenberuf Risiken in sich birgt, wie jeder andere Beruf auch. Die Arbeit in den eigenen vier Wänden und das unregelmäßige, vom erfolgreichen Verkauf des Buches abhängige Leben kann ein Gefühl von Unsicherheit hervorrufen. Doch ist es nicht ein erhabenes Gefühl etwas von sich auf Papier zu bannen und etwas aus seiner Vorstellung in ein konkretes Wort zu verwandeln? Ein Versuch ist es allemal wert.

Kirsten Netzow

Manfred Plinke:
Vom Schreiben leben: Schriftsteller – Beruf Chancen Honorare Erfolgreiches Veröffentlichen.
Erschienen im Autorenhaus-Verlag.
Berlin 2002.
€ 6.90.
ISBN 3-932909-71-2

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Zuletzt aktualisiert: 2004-06-10 15:47