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Es fehlen 74.000 Lehrer

In den nächsten Jahren droht in Deutschland ein erheblicher Lehrermangel vor allem an Haupt-, Real- und Berufsschulen. Nach einer Modellrechnung ergibt sich ein Defizit in Höhe von insgesamt rund 74.000 schulischen Lehrkräften, geht aus einem von der Kultusministerkonferenz vorgelegten Bericht hervor. Für die Jahre 2002 bis 2015 ergibt sich, dass einem Einstellungsbedarf von 371.000 Lehrkräften in diesem Zeitraum nur 297.000 Neuabsolventen des Vorbereitungsdienstes gegenüberstehen. Die Situation bei den einzelnen Lehramtstypen sei sehr unterschiedlich. Für den Primar- oder Grundschulbereich, die allgemein bildenden Schulen des Sekundarbereichs II (etwa höhere Gymnasialklassen) und die Sonderschulen zeichne sich ein ausgewogenes Verhältnis von Angebot und Nachfrage nach Lehrkräften ab.

(sueddeutsche.de/ dpa)
SDZ 29.10.03



Berufsprofil: Gute Aussichten für Ärzte
Felix Ullmann schreibt in der Newsletter von der Zeit

Angehende Ärzte dürfen sich freuen, ihnen bleibt zukünftig das schlecht bezahlte ,Arzt im Praktikum" (AiP) erspart. Das Bundeskabinett beschloss kürzlich das 18-monatige AiP zum Oktober kommenden Jahres abzuschaffen. Der Marburger Bund, der die Interessen der Krankenhausärzte vertritt, äußert sich optimistisch: Der Beruf des Arztes werde dadurch insgesamt aufgewertet und die Arbeit im Krankenhaus attraktiver. Künftig sollen sich die Nachwuchsdoktoren direkt als Assistenzärzte weiterbilden lassen können - was ein Monatsgehalt von knapp 3000 Euro brutto bedeuten würde. Das im September gefällte Urteil des Europaeischen Gerichtshof in Brüssel verbessert die Arbeitsbedingungen in Kliniken wesentlich. Mit unbezahlten Überstunden, wie sie lange Zeit gang und gäbe waren und die viele Nachwuchsmediziner bisher abschreckten, soll Schluss sein — der Bereitschaftsdienst sei als vollständige Arbeitszeit anzuerkennen, heißt es in dem Urteil. Beliebt bei Ärzten ist auch der Weg ins Ausland. Der Trend hat sich mittlerweile so verstärkt, dass die Landesärztekammer Brandenburg sogar schon vor der Abwanderung warnt. Die Arbeit sei meist wesentlich praxisbezogener, heißt es in der Arbeitsmarktinformation der BA. Ziele sind vor allem die USA, Großbritannien, neuerdings auch Schweden und Norwegen. Frankreich, Niederlande, Irland und Dänemark böte ebenfalls gute Jobmöglichkeiten.

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´´She Figures 2003´´: Frauen in Forschung unterrepräsentiert

Frauen sind in der europäischen Forschung immer noch stark unterrepräsentiert, zeigt der jüngst veröffentlichte EU-Bericht ,She Figures 2003". Demnach sind nur 15 Prozent der Forscher in Unternehmen weiblich. Bei staatlichen und universitären Einrichtungen liegt der Anteil bei etwa einem Drittel. Mangelnde Qualifikation kann jedoch nicht die Ursache dafür sein: Immerhin 40 Prozent aller Doktortitel werden an Frauen vergeben. Deutschlands Forscherinnen liegen im europäischen Vergleich unter dem Durchschnitt. Ihr Anteil lag 2002 in Unternehmen bei nur 8,6 Prozent, im Hochschulbereich bei 27,7 Prozent. Von allen Professoren sind in Deutschland nur 11,9 Prozent weiblich. Noch schlechter schnitten Österreich und die Niederlande ab: Hier sind nur etwa sechs Prozent der höheren akademischen Mitarbeiter Frauen. ,She Figures 2003" ist die größte Sammlung von europäischen Daten, die je in diesem Bereich zusammengestellt wurde. Die komplette Studie (116 Seiten, englisch) steht zum kostenlosen Download auf der Internetseite der europäischen Kommission: http://europa.eu.int/comm/research/science-society/highlights_de.html

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Zuletzt aktualisiert: 2003-12-03 0:18