IAPSS-Jahreskonferenz findet vom 12. bis 18. April in Marburg statt

Eine von europäischen Politikstudierenden initiierte Organisation zieht immer größere Kreise: IAPSS, International Association of Political Science Students, im Jahr 1998 gegründet, zählt mittlerweile etwa 10.000 Mitglieder weltweit. Zu den Zielen der in über 40 Ländern vertretenen Organisation gehören die Schaffung von Netzwerken zwischen Politikstudierenden der Welt, aber auch fachlich qualifizierter Austausch und Diskussionsforen. In diesem Jahr spielt Marburg eine zentrale Rolle. Wir sprachen mit Daniela Mehler, der Marburger Verantwortlichen für die Öffentlichkeitsarbeit von IAPSS.

 

Wissen und Kritikfähigkeit fördern

Die Aktive Politikfachschaft Marburg hat mit rund 15 Studierenden und gemeinsam mit der Politikfachschaft aus Cluj (Rumänien) das Exekutivekomitee von IAPSS in 2004 übernommen und wird nun unter anderem die große Jahreskonferenz 2004 ausrichten. Zu dem Thema „Good Knowledge – Education as an Object of Trade“ werden mehr als 100 Teilnehmer aus über 25 Ländern erwartet. Die Veranstaltung wird vom 12. bis 18. April stattfinden und in erster Linie Politikstudierende ansprechen. „Es wird natürlich auch Veranstaltungen und Workshops geben, die für Studierende aller Fachbereiche offen sind“, verspricht Daniela Mehler. Die Erstsemesterstudierende engagiert sich seit Beginn ihres Studiums für die Organisation und zeigt sich überzeugt von den Werten und Überzeugungen der Organisation. „IAPSS möchte Wissen und Kritikfähigkeit fördern, ist politisch unabhängig und betont ihre Internationalität sowie den Respekt von Vielfalt. Ganz wichtig ist uns auch, professionell zu agieren, denn nur so können wir überzeugend sein und ein wirklich starkes Netzwerk schaffen.“ Vorrangiges Ziel sei dabei der Kontaktaufbau zwischen den internationalen Mitgliedern. Der wird unter anderem auch durch die von IAPSS herausgegebene Zeitschrift „Politikon“ gefördert, in der wissenschaftlich anspruchsvolle Beiträge von Studierenden veröffentlicht werden.

Rückendeckung aus Marburg

Eine weitere wichtige Aufgabe sei die Organisation von Jahreskonferenzen und Themenkonferenzen, wie auch von Workshops, die sich mit bedeutenden politischen Ereignissen auseinandersetzen. „Unsere Internetplattform ist ein sehr wichtiger Baustein in der Struktur von IAPSS“, betont Daniela Mehler. Sie diene sowohl als Plattform für fachlichen Austausch wie auch als Kontaktplattform für alle (Neu)Mitglieder.

Die Arbeit in der Organisation fördere aber vor allem auch lokales Engagement. „Wir müssen vor Ort die Kontakte knüpfen, um zum Beispiel die Konferenz, und alles was damit zusammenhängt, zu organisieren.“ Die Organisation habe breiten Rückhalt in der Professorenschaft in Marburg sowie namhafte Unterstützer in ihrer board of advisors, darunter den Marburger MdB Sören Bartol, den Friedens- und Konfliktforscher Ernst-Otto Czempiel oder den Marburger Bürgermeister Egon Vaupel. „Es ist trotzdem wirklich nicht einfach, das nötige Geld für unsere Aktivitäten zu bekommen“, denn neben den relativ geringen Mitgliedsbeiträgen finanziere sich IAPSS vor allem durch Gelder von Stiftungen, Firmen und durch Spenden. „Doch dabei lernt man sehr viel und muss auf ganzer Linie kreativ sein“, sagt die 19-Jährige lächelnd.

 

Mehr Infos über IAPSS gibt es unter www.iapss.org

oder beim Treffen der Aktiven, jeden Montag um 20.00 im Raum G 22, Philfak.

Mailkontakt:

 

Jan Opielka
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Zuletzt aktualisiert: 2004-02-11 0:44