Ausländervollversammlung wählte neue Referenten

Dem AStA der Universität Marburg sind verschiedene Referate zugeordnet, die politische Arbeit und Beratungsangebote organisieren. Das Autonome AusländerInnenreferat ist eines dieser Referate, dessen Aufbau und Aufgaben sowie der Ablauf der letzten Vollversammlung im Folgenden näher beschrieben werden.

AustauschülerInnen sehen sich insbesondere Schwierigkeiten wie der sprachlichen und kulturellen Anpassung ausgesetzt; eine weitaus größere Menge von ausländischen Studierenden ist Konfliktfeldern wie der mangelnden sozialen Integration oder dem in Deutschland steigenden Potenzial an Ausländerfeindlichkeit und Rassismus gegenübergestellt.

Das Autonome AusländerInnenreferat ist das Vertretungsorgan, das versucht, die genannten Probleme zu lösen, kulturelle Veranstaltungen zu fördern und beratend zur Seite zu stehen. Es setzt sich aus sieben ReferentInnen zusammen, die verschiedenen nationalen und ethnischen Gruppen angehören. Diese ReferentInnen werden alljährlich von der AusländerInnenvollversammlung ( AVV ) gewählt. Dieses Jahr fand die AVV am 24. Juni statt, zu der alle ausländischen Studierenden der Philipps Universität Marburg eingeladen wurden.

Auf einer AVV werden akute und aktuelle Probleme besprochen und versucht Lösungsansätze für diese zu finden. Außerdem ermöglicht die AVV allen Teilnehmern Kritik über die Arbeit der von ihnen gewählten VertreterInnen zu üben und künftige Aufgaben des Autonomen AusländerInnenreferates zu bestimmen. Darüber hinaus sind die ReferentInnen dazu verpflichtet, die AVV über neue Entwicklungen und Ereignisse zu informieren und Rechenschaft über ihre Arbeit abzulegen.

In dieser Versammlung wurden die ReferentInnen für das folgende Jahr gewählt. Die insgesamt sieben KandidatInnen wurden alle bestätigt und nahmen ihre Ämter zum 1. Juli dieses Jahres auf. Neu gewählt wurden: Bülent Budak (Türkei), Chamselassil Ayari (Tunesien), Diene Diara (Senegal), Hafez Al-Krinawi (Palästina), Johannes Aron (Eritrea), Mehrang Khoshneviszadeh (Iran) und Tetyana Minayena (Ukraine).

Im Vorjahr hatte die AVV wegen der zu geringen Zahl Anwesender abgebrochen werden müssen, denn mindestens 45 Stimmberechtigte müssen an einer Wahl in der AVV teilnehmen. Die ausländischen Studierenden wurden gebeten, regelmäßig an der jährlichen AVV teilzunehmen, damit sie von ihrem Wahlrecht Gebrauch machen können.

Fidan Düz, Soziologie und Politikwissenschaft

Weitere Informationen und Kontakt:

www.asta-marburg.de/referate/ausland
Sprechzeiten: täglich 13-14 Uhr im AStA-Flur


Ausländische Studierende an der Uni Marburg, Gesamtzahl WS 02/03: 2206
Fast ein Viertel studiert Germanistik und Kunstwissenschaften (514), weitere beliebte Studienrichtungen sind Medizin (308), Wirtschaftswissenschaften (324), Gesellschaftswissenschaften und Philosophie (322), Fremdsprachliche Philologien (346)
Die Frauen (1154) überwiegen leicht die Männer (1052). Es kommen Studierende aus über 100 Ländern. Korea, Russland, Iran, Türkei, und China dominieren hierbei.

Quelle: www.uni-marburg.de
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Zuletzt aktualisiert: 2003-07-09 16:46